Multiple Matten

Voraussetzung um mit mehren Matten zu arbeiten ist, dass die Grundlagenlektion „Auf der Matte stehen“ bereits so gut sitzt, dass die Matte bereits die Funktion eines sekundären Verstärkers besitzt d.h. man kann die Matte dazu einsetzen die Wahrscheinlichkeit eines bestimmtes Verhaltens zu erhöhen.

Das erreicht man, indem man das Pferd häufig dafür belohnt auf der Matte zu stehen. Dabei lernt es, dass die Matte ein Platz mit häufiger Verstärkung ist. Auf diese Weise erreicht die Matte eine enorme Sogkraft; das Pferd möchte auf die Matte. Dann kann man ein vorhergehendes Verhalten belohnen, indem man das Pferd auf die Matte lässt.

 

Sitzt das, kann man die Anzahl der Matten erhöhen. Der Vorteil mehrerer Matten ist, dass man sie so platzieren kann, dass sie verschiedene Balanceverschiebungen trainieren. Gleichzeitig sieht das Pferd wohin die Reise geht und hilft aktiv mit. Die Arbeit geht sowohl an der Hand als auch unter dem Sattel.

Multiple Matten im Zufallsprinzip ausgelegt - aber man könnte auch eine Volte und Kehrtvolte erkennen.
Multiple Matten im Zufallsprinzip ausgelegt - aber man könnte auch eine Volte und Kehrtvolte erkennen.

Zufällige Verteilung der Matten:

Beginne auf einer beliebigen Matte z. B. auf der mit dem grünen Streifen. Als nächste Matte ergeben sich mehrere Möglichkeiten: gerade aus auf den roten Punkt oder leicht nach links auf die blaue, oder in Linksstellung auf den gelben Streifen, oder in leichter Rechtsstellung auf die grüne Raute oder in starker Rechtsstellung auf das rote Dreieck. Von dort aus geht es entsprechend weiter. Vom Boden aus kann man das Pferd um sich herum wenden oder von sich weg.

Bestimmtes Muster legen:

Man kann die Matten auch benutzten um z.B. eine Bahnfigur zu erarbeiten. Sind die Volten immer eiförmig? Dann legt doch mit den Matten eine perfekte kreisrunde Volte. Erarbeitet die Volte von Matte zu Matte bis das richtige Gleichgewicht gefunden ist, dann kann man nach und nach Matten herausnehmen, z.B. nur noch an vier Punkten, danach zwei, eine, keine.

 

Dasselbe kann man natürlich in verschieden Gangarten üben, mit verschiedenen Stellungen, Seitengängen etc. Diese Übung eignet sich auch hervorragend um Übergange zu erarbeiten.

 

Das Gute ist, dass die Motivation hoch bleibt, denn die Abstände zwischen den Matten sind nicht groß. Eine kurze Anstrengung und „Oh, das ist ja schon wieder eine Matte!“. Es erhält den Spielcharakter trotz anspruchsvoller Arbeit.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ines (Dienstag, 09 Juli 2013 14:29)

    Coole Sache. ;)