Schritt 3: Den Clicker laden

Wenn du das erste Mal den Clicker benutzt, wird dein Pferd nicht verstehen, was das Signal bedeutet. Er wird nicht wissen, dass dies ein gutes Signal ist, welches bedeutet dass du ihm gleich eine Futterbelohnung geben wirst. Das muss er erst lernen.

Delfintrainer laden ihre „Ja Antwort“ indem sie den Clicklaut mit der Futterbelohnung assoziieren. Der Trainer bläst seine Pfeife und wirft einen Fisch ins Wasser, bläst die Pfeife, wirft einen Fisch. Er wiederholt das so oft, bis der Delfin den Clicklaut mit dem Fisch assoziiert hat.

Bei Pferden kann man diesen Schritt meistens überspringen und gleich den Clicker zum Trainieren einfacher Verhalten, wie z.B targeting, benutzen. Die Pferde verstehen die Bedeutung des Clickers während dieses Trainingsvorganges. Der Unterschied zwischen Pferden und Delfinen ist ziemlich einfach. Die meisten von uns arbeiten mit Tieren, die gerne zu uns kommen. Wir arbeiten nicht mit wilden Tieren.

Sobald dein Pferd versteht, dass Futter im Spiel ist, wird er in erster Reihe stehen wenn du in den Stall kommst um das Clickerspiel zu spielen. Aber wenn du mit einem scheuen Pferd arbeitest, einem das furchtsam vor Menschen und Neuem ist, könntest du mit dem „Delfintrainer“-Ansatz den Clicker zu laden, anfangen.

Bei solchen scheuen Pferden, ist es oft besser mit „Vor-und-zurück“-Spiel zu beginnen. Im Clickertraining ist die Belohnung nicht immer Futter. Es kann alles sein, wofür das Pferd aktiv arbeitet. Es mag nicht sehr schmeichelnd klingen, aber was diese ängstlichen Pferde am meisten wollen, ist dass du weg gehst. Du kannst damit anfangen dass wenn das Pferd dich ansieht, CLICK! , und du drehst dich um und gehst weg.

Damit hast du dem Pferd beigebracht, dass es dein Verhalten beeinflussen kann. Es muss dich nur anschauen, und schon lässt du es in Ruhe. Der Clicker markiert genau das Verhalten welches du öfters sehen möchtest. So wie sich das Pferd mehr und mehr entspannt kannst du näher herangehen. Jetzt kannst du anfangen den Clicker zu laden, indem du auch Futter anbietest. Von Anfang an bildest du so eine Beziehung, die auf Vertrauen und gutem Willen aufbaut. So verschwindet die Angst aus deinem Trainingsprogramm.

 

Trainingstipp

Du kannst von deinem Pferd nicht erwarten, dass es etwas versteht, dass du ihm nicht beigebracht hast. Clickertraining beginnt mit einem einfachen Schritt: es erklärt deinem Pferd den Clicker. Danach fragt es: welches ist das wichtigste Benehmen, an dem mein Pferd arbeiten muss?

Dieses furchtsame Pferd hat Angst vor dem Target. Sein vorheriger Besitzer hat ihn geschlagen, deshalb ist er ängstlich vor allem Neuen. Um ihm zu helfen, beginnt sie damit den Klicker zu laden. KLICK, futter, KLICK, Futter bis er versteht, dass der Clicklaut bedeutet, dass etwas Angenehmes folgt. Es gibt keinen Leistungsdruck, er muss nichts machen, um Futter zu bekommen. Dies hilft sehr furchtsamen Pferden und solchen die kein Handfüttern gewohnt sind.

Bitte beachte: falls du mit aggressiven oder extrem ängstlichen Pferden arbeitest, musst du diese ersten Schritte in noch viel kleinere Schritte zerlegen. Diese kurze Anleitung ist für die Mehrzahl der Pferde gedacht, mit denen wir meistens arbeiten: Pferde mit Trainingsproblemen, die aber bereits den normalen Umgang mit Menschen gewohnt sind. 

 

 

Dieses furchtsame Pferd hat Angst vor dem Target. Sein vorheriger Besitzer hat ihn geschlagen, deshalb ist er ängstlich vor allem Neuen. Um ihm zu helfen, beginnt sie damit den Clicker zu laden.

Um den Clicker zu laden wiederhole mehrmals CLICK, Futter, CLICK, Futter bis er versteht, dass der Clicklaut bedeutet, dass etwas Angenehmes folgt. Es gibt keinen Leistungsdruck, er muss nichts machen, um Futter zu bekommen. Dies hilft sehr furchtsamen Pferden und solchen die kein Handfüttern gewohnt sind.

Bitte beachte: falls du mit aggressiven oder extrem ängstlichen Pferden arbeitest, musst du diese ersten Schritte in noch viel kleinere Schritte zerlegen. Diese kurze Anleitung ist für die Mehrzahl der Pferde gedacht, mit denen wir meistens arbeiten: Pferde mit Trainingsproblemen, die aber bereits den normalen Umgang mit Menschen gewohnt sind.